Wenn die Kinder flügge werden

 

Wenn die Kinder flügge werden.

 

Irgendwann kommen wir alle an diesen Punkt. Egal ob es um die Kinderbetreuung oder das Verabreden zum Spielen geht.. Das Baby wird plötzlich aus der mütterlichen Obhut, in fremde Hände gegeben oder die eigene, hoffentlich gut entwickelte, Vernunft und Selbstständigkeit.

Auch eine Mombie ist in Bezug auf alleine lassen, alleine weggehen und fremde Menschen im Umgang mit dem Nachwuchs, ein klein wenig Helikopter oder Glucke. Dieses Gefühl, dass das eigene Kind, alleine auf der Straße unterwegs ist und / oder bei fremden Menschen zu Hause, kann einem schon den Magen auf links drehen. Aber auch nur aus dem Grund, das man tagtäglich mit schlimmen Nachrichten bombardiert wird. Man traut aus Prinzip niemandem mehr, jeder stellt eine potenzielle Gefahr da und auf der Straße ist es schon lange nicht mehr sicher..

Man macht es sich selbst immer schwerer und übt einen psychischen Druck auf sich und die Kinder aus. Allerdings muss man auch sagen, dass es in den letzten Jahren und vermehrt den letzten 3, aggressiver und gefährlicher auf den deutschen weltlichen Straßen zu geht. Wir sehen gerne unsere eigene Kindheit vor dem inneren Auge. Wir waren von morgens/mittags, bis abends draußen, haben spontan bei Freunden geklingelt und gespielt. Wenn man uns suchte, musste man die Fahrrad Haufen vor den Häusern suchen oder die Spielplätze und „geheimen“ Ecken

absuchen. Wir haben uns nicht auf Tage im Voraus verabredet, sondern spontan abgeholt. Auf den Straßen hat man Kinder gesehen, zusammen und alleine, ohne Eltern, ohne Angst um das eigene Leben..

 

Wir wissen, dass es auch damals Entführungen und Kinderschänder gab. Dass es Idioten auf dieser Welt gibt, wird uns immer bewusst sein, darum geht es auch nicht. Es ist einfach eine Entwicklung passiert, die unsere Kinder in einen, goldenen Käfig presst. Schule, lernen, Nachhilfe, Vereine uvm. Sie können gar nicht frei entscheiden, wie sie Kind sein wollen. Sie werden in Form gebracht.. Alleine auf die Straße kann man sie kaum bis gar nicht schicken, weil sie immer der Gefahr ausgesetzt sind, entführt, überfahren oder verprügelt und beklaut zu werden. Eltern haben Angst, lassen die Kinder nicht alleine weg und übertragen diese Unsicherheit, egal ob bewusst oder unbewusst, auf ihre Kinder.

 

Natürlich ist es berechtigt sein Kind zu schützen, dass steht, außer frage. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man ihnen auch die Selbstständigkeit zutrauen muss, sie unterstützen muss und auch selbst mutiger durch dass mittlerweile, unschöne, Weltgeschehen gehen sollte. Stützt Euch gegenseitig und lasst die Individuen nicht gewinnen! Sie wollen, dass ihr, Angst habt, sie wollen, dass ihr Euch versteckt, lasst es nicht zu.

Bereitet eure Kinder vor, indem Ihr sie in Kurse für Selbstverteidigung schickt, ihnen selbstbewusst vermittelt, wie sie sich durchsetzen können. Zeigt, dass man auch kein Mitläufer sein muss, um gut zu sein. eure Kinder sind gut, so wie sie sind! Sie können sich nur zu guten Erwachsenen entwickeln, wenn sie unterstützt und nicht geformt werden. In dem man ihnen zuhört, ihnen die Welt erklärt, aber alleine entdecken lässt.

 

Ich bin auch eine Mama, die Angst hat. Angst ihre Kinder durch diese „Menschen“ zu verlieren, die krank sind.

Aber auch ich musste lernen, dass dieses, beglucken, komplett in die falsche Richtung geht.

Wir haben Glück, dass wir in einer Kleinstadt leben, in der man Kinder noch rausgehen lassen kann. Zwar auch nur vorbereitet, denn diese Art der Menschen, gibt’s überall, egal wo man lebt. Außer vielleicht auf dem Mond… Ich habe festgestellt, dass mein beschützen, unser großes Kind nicht unterstützt hat. Er sich das Vorwärtskommen selbst verbaut, in dem er sich nichts zutraut und vor allem neuen Angst hat. Wir lernen gemeinsam den anderen Weg….

Seit er in die Schule geht, lernen wir beide dazu. Die Grundschule unterstützt das alleine zur Schule Laufen der Kinder, um Elterntaxis zu vermeiden und das selbstständig werden der Kinder zu stützen.

Seitdem versuchen wir, unseren Sohn selbstständiger und Mutiger in die Welt zu entlassen. wir ermutigen Ihn alleine raus zu gehen, sich mit Freunden zu verabreden oder einen Kurs zu starten. Nie wollte er sich darauf einlassen.. Jede wir laufen zur Schule Aktion, die der Schulelternbeirat organisierte, war ein Graus für Ihn. Allerdings haben wir ihn im zweiten Halbjahr der ersten Klasse, darin unterstützt und es erlernt, dass er alleine zur Schule geht. Vom Kindergarten aus ist der restliche Weg sogar noch mit bloßem Auge zu erkennen. Er hat es nicht weit und so gingen wir wochenweise vor.. jedes Mal etwas weiter.. Bis wir in der zweiten Klasse so weit waren, dass er alleine nach Hause gelaufen ist oder auch mal morgens, wenn wir wegen Krankheit oder Lehrgang nicht zum Kindergarten müssen, alleine geht..

Nun ist die zweite Klasse schon bald Geschichte und nun haben wir endlich einen Klassenkameraden, mit dem er nach der Schule mitgeht, mit dem er sich trifft, wenn sie lust haben zu Spielen und auch spontan Sonntag Mittag auf die Idee kommen, ihre Mütter zu fragen, ob sie bei der jeweils anderen, per Whatsapp fragen, ob er zum Spielen mit zum Spielplatz geht..

Man vergisst in solchen Momenten diese Angst, man ist glücklich, dass das Kind Freunde hat, dass es raus geht und Spaß hat. Kinder gehören unter andere Kinder, ohne Erwachsene.. 24 Stunden Überwachung ist hier absolut nicht gewünscht und muss auch nicht sein.. Viele müssen einfach mal an sich selbst arbeiten, in sich hinein hören und fragen, ob sie das Selbst gerne erleben möchten. Ich wette, dass keiner es toll fände, wenn sie nichts alleine dürften.

Eure Babys werden groß, sie brauchen Unterstützung und Verständnis, liebe und Hoffnung. Einen eigenen Weg im Leben, keine Kontrolle, keinen Drill und keinen goldenen Käfig!

 

Mombie - Erziehung ist so viel