Der Aufräumteufel und unsere Kinder

Unsere Kinder haben ein Problem. Sie haben einen Mitbewohner! Das Aufräumteufelchen..

Ok, eher Teufel, wenn man sich das Chaos manchmal so ansieht. Dieser Teufel kommt immer dann, wenn die Kinder gerade schlechte Laune oder Langeweile haben. Mit dabei sind Keiner und Niemand. Diese drei Rabauken drehen innerhalb von Sekunden, das komplette Räuberzimmer auf links. Und wenn sie besonders gut drauf sind, dann gehen sie noch in, dass geplante Mädchenzimmer und machen dort weiter.

Wenn ich dann frage, wer das Chaos gemacht hat, heißt es immer – niemand!

So, und weil ich niemand nicht erwische, wars am ende keiner und der Teufel ist fein raus..denkt er..
Und weil Mombie nun mal ganz Mombie ist, wird dann grazil damit gedroht, dass der ganze Mist in Säcke kommt und an Kinder verschenkt wird, die anständig damit spielen. Optional tuts auch der Keller.

Und weil man dann selbst einfach keine Lust mehr hat, droht man dann irgendwann damit, dass am Wochenende aussortiert wird. Die Kids verfallen in Panik und die Mombie ist voll motiviert, bis dann Tag X ansteht.

Man wühlt sich durch die Kisten und Ecken, sortiert nach Motto und Alter…. Man macht sich, richtig arbeit, um dann am Ende des Tages in einem tollen Zimmer zu stehen. Doch dann rollt der Stein den ganzen Berg wieder hinab, und bevor die Brut im Bett liegt, ist die erste Kiste wieder im Zimmer verteilt. schnauf..

Und weil es doppelt so schön ist, wird am Tag drauf, genau das Zeug, dass man aussortiert hat und der Mann noch nicht in den Keller geschafft hat, aus dem Flur entführt, und landet wo? Genau! Mitten im Zimmer … arg …

Irgendwann versucht man mit >Aufbewahrungskisten und IKEA Hacks, das ganze zumindest ansehnlicher zu machen..

*tieflufthol* das wird auch nur einen, maximal zwei Tage funktionieren. Die Jüngsten im Hause ziehen sich die Kisten heran und schütten den Inhalt auf den Boden. Eine herrliche ruhe für längere Zeit…

Der Schock kommt dann, wenn sie von ihren Sachen angeödet hinter einem herlaufen und dies und jenes wollen. Man erklärt ihnen, dass aufräumen wichtig ist und das sie das im Kindergarten ja auch machen, ohne zu meckern..Und manchmal, aber wirklich nur manchmal, überlegt man tatsächlich, ob man dieses Kindergarten Aufräumlied bei den Erzieherinnen oder aus der großen Suchmaschine kopiert und sich singend ins Kinderzimmer stellt. Meine Kinder sind ja nicht blöd, die fangen an und lassen dich ganz geschickt das komplette Zimmer alleine aufräumen, weil sie sich irgendwann nur noch an einem Spielzeug festhalten, um den Schein zu waren..

Hier kommt der Felsen erneut den Berg hinunter gerollt, denn, sie haben wieder ihren Willen bekommen und das Zimmer wird im Anschluss wieder spielbar gemacht. Nun weiß ich, wie sich Sisyphos fühlte.

Fragt man diese kleinen Teppichratten dann, warum sie denn nicht einfach das, was sie nicht mehr bespielen, nicht einfach wegräumen, damit es vollständig und ganz bleibt und sie für etwas Neues, Platz haben, kommt nur:

Weil wir ja nicht wissen, ob wir das nicht gleich noch brauchen.“ Wir müssen alles sehen, damit wir nichts vergessen.“ Oder „Mama, das Spielzeug spielt zusammen, kennst du den Reiter nicht mehr? (Anmerkung; der Reiter ist Woody aus Toystory)

Sohnemann (2J.)

Da unsere Kids keine Spielkisten im Wohnzimmer haben, das gibt es nur im ersten Jahr, bringen sie die Sachen gerne einzeln, bevorzugt im Einkaufswagen oder dem großen Müllauto.. Sie können Tonnen gleichzeitig transportieren, aber wehe, du sagst, sie sollen es wieder zurück ins Zimmer bringen, dann sind sie plötzlich zu schwach.. Immer wieder ein Staatsakt.

Auf meiner ToDo Liste steht neben der Renovierung, das ausdrucken von Bildern für die Spielkisten. Darauf zu sehen, die Spielsachen, die in diese Kisten gehören. Das soll, ganz pädagogisch gesehen, mehr erfolg bringen.. Und naatüüürlich, das mithelfen.. irgs..

Aber man muss ehrlich sagen, es ist doch egal. Die Kleinen können und sollen doch nicht immer alles alleine machen und spielen ist auch schöner als aufräumen. Wir haben früher auch nicht gerne aufgeräumt. ( Hier gibt es auch, ausnahmen) also einfach Mal locker nehmen und nerven schonend agieren, in dem man es zusammen macht oder einfach selbst.. Wenn sie größer sind, kann man sie dann besser dazu bringen.. Man hat druck mittel.. hahahahahahaaaa

Unser großer musste zwar schon immer mithelfen, hat aber auch erst mit 5 komplett alleine aufgeräumt. Ich finde es nicht schlimm. Da kann man dann auch direkt das Staubsaugen, Staub wischen und putzen mit einbauen, hilft ungemein. gnihihi und sie lernen, wie es ist, wenn sie mal alleine wohnen.. Dieses Jahr haben wir begonnen, das Kochen zu erlernen. Er hat da großes Interesse entwickelt und nun möchte ich es ihm nahe bringen.

Aber bis alle Kinder so weit sind, werde ich einen Mietvertrag mit dem Aufräumteufel machen und Keiner und Niemand müssen ne sonder Putzschicht einlegen..

Mombie - Erziehung ist so viel